Verwerfung

Du brennst. Aus deinen Augen steigt der Rauch,
er sengt dein Haar. Du brichst dich auf,
und mit der Brust, der offenen, verläufst du dir
all das, was du nicht wolltest, in die Rinnen,
schwemmst es aus – nur deine Gier
nach Atem drängt dich noch. Kein Drinnen
mehr, kein Wort, kein Wink; du lässt dich fallen,
schüttest aus, fliehst in den Regen, der nicht ist,
nur du bist es: verflüssigt, eingeschmolzen,
leergetropftes, knisterndes Papier. Allen
Strömen fließt du vor, die dich umreißen stößt
du fort. Du schwelst. In deinen Gossen brennt
noch Licht, du wankst – und darin löst
du dich zu Namen, die man nicht mehr nennt.

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