Schwere

Ein wilder Traum aus Blei
hat mich geweckt.
Mit dunklen Zungen leckt
er immernoch an mir
(er riecht so grau, wie hier
der Tag…)

Du kochst Kaffee,
als ob nichts sei.

Dein Blick fragt ehrlich, wie es mir heut geht.
Ich suche nach der Antwort an der Wand,
(und finde nur die Küchenuhr, die steht).
Fast schüchtern streifst du, flüchtig, meine Hand.

Mir tut der viele Regen weh:
Er tropft die glatte Welt so kraus.
Die alte Lampe flackert grell
(du weinst)
und meine linke Hand hält
tapfer eine Tasse heiße Schwärze aus

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